{"id":1880,"date":"2021-03-15T14:42:08","date_gmt":"2021-03-15T13:42:08","guid":{"rendered":"http:\/\/34.240.245.214\/blog\/?p=752"},"modified":"2025-09-30T11:55:47","modified_gmt":"2025-09-30T11:55:47","slug":"cookies-wie-weiter-mit-tracking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dialogify.io\/de\/blog\/cookies-wie-weiter-mit-tracking\/","title":{"rendered":"Cookies \u2013 wie weiter? Der Tracking-Cookie br\u00f6ckelt"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Von Andreas Battistel<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Seit Jahren wird dar\u00fcber gestritten, ob Cookies f\u00fcr die Verbraucherin und Verbraucher ein Segen oder Fluch sind. Die Werbetreibenden k\u00f6nnen dank Cookies den Webseitenbesucher \u00fcber verschiedene Seiten hinweg massgeschneiderte Werbung einspielen lassen. Dasselbe funktioniert \u00fcber den Social Media Newsfeed. Das sogenannte Re-Targeting hat f\u00fcr Werbetreibende den grossen Vorteil, gezielter die Werbebotschaft auszuspielen und mit wechselnden Inhalten mehrmals wieder in Erinnerung zu treten. Doch nun \u00e4ndern die grossen Konzerne wie Google und Apple ihre Politik.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was beinhalten Cookies<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Cookies beinhalten Angaben zur Sprache, Seiteneinstellungen, Mailadresse und den Benutzername. Es k\u00f6nnen auch noch weitere Informationen gespeichert werden, was das Surfverhalten betrifft. Cookies k\u00f6nnen von der Webseite \u00fcbertragen werden oder lokal durch JavaScript oder weitere Skriptsprachen erzeugt werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nutzen von Cookies<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Cookies sollen das Surfen im Internet erleichtern, indem z.B. die Login-Daten von einer Webseite gespeichert werden. Dies erspart das wiederkehrende Eingeben von langen Passw\u00f6rtern und Nutzernamen. Im Weiteren werden zum Teil auch Cookies f\u00fcr Webshops ben\u00f6tigt, um die Session\/Warenkorb abzuspeichern und somit die Bestellung zu vereinfachen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Marktver\u00e4nderung<\/h1>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Seit der Einf\u00fchrung der DSGVO \/ GDPR im Jahr 2018, m\u00fcssen die Webseitenbetreiber die Zustimmung der Userin oder User f\u00fcr die Verwendung von Cookies einholen. Falls die Webseite ohne Cookies nicht betrieben werden kann, m\u00fcssen sie die Unterscheidung von technisch- und marketingrelevanten Cookies anbieten. Dies muss von der Webseitenbesucherin oder -besucher best\u00e4tigt werden und kann auch jederzeit widerrufen werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Google<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Google hat angek\u00fcndigt, keine Anzeigen mehr zu schalten, die Personen \u00fcber mehrere Websites hinweg tracken k\u00f6nnen. Das kommt dem Ende personalisierter Werbung aktueller Machart gleich. Der Grund f\u00fcr diesen Schritt sei die in letzter Zeit immer lauter werdende Kritik von Datenschutz-Beauftragten und Regierungen.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Apple vs Facebook<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>F\u00fcr die Werbewirtschaft hatte Apples Cookie-Boykott erhebliche Auswirkungen. So sind Apple-Nutzer als konsumfreudige Zielgruppe bei werbetreibenden Unternehmen besonders beliebt. K\u00f6nnen sie nicht mehr zielgenau anvisiert werden, sinkt der Umsatz bei Adtech-Unternehmen wie zum Beispiel\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Criteo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Criteo<\/a>, die sich auf die zielgenaue Werbung spezialisiert haben. Auch die Online-Medien mussten Umsatzeinbussen hinnehmen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Apple will die Tracking-Blockade inzwischen auch auf den eigenen App-Store ausweiten. In der kommenden Version des iPhone-Betriebssystem iOS soll der Zugriff auf die Werbe-Kennung IDFA, den \u201eIdentifier for Advertisers\u201c, nur erlauben, wenn die Nutzer ausdr\u00fccklich zustimmen. So bezeichnet Apple eine Funktion seines eigenen Betriebssystems iOS, das zum Tracking von Nutzern durch Werbetreibende dient \u2013 quasi ein Cookie-Ersatz f\u00fcr Apps. Die User sollen selbst entscheiden k\u00f6nnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Unternehmen wie Facebook warnen, dass dieser Schritt zu Lasten der App-Entwickler gehe: So spielt der Konzern nicht nur auf der eigenen Plattform Werbung aus, sondern \u00fcber das \u201eFacebook Audience Network\u201c auch Werbung auf unabh\u00e4ngigen Websites oder Apps. Die Betreiber dieser Angebote k\u00f6nnten allenfalls noch die H\u00e4lfte der Einnahmen erwarten, wenn die App-Entwickler die Nutzerprofile nicht mehr abgleichen k\u00f6nnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nach harschen Protesten hat sich Apple inzwischen zumindest entschlossen, den App-Entwicklern eine l\u00e4ngere \u00dcbergangszeit zu lassen. F\u00fcr den kalifornischen Digitalkonzern kommt die Diskussion zur Unzeit, da mehrere Wettbewerbsbeh\u00f6rden die Kontrolle des Konzerns \u00fcber den App-Markt bereits\u00a0<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/eu-kommission-startet-kartellverfahren-gegen-apple-a-41b9b190-4df9-4f84-8170-ce502d52b1b2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">auf Missbrauch untersuchen<\/a>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wenn Apple mit der Einschr\u00e4nkung des Trackings gleichzeitig sein eigenes Werbenetzwerk bevorzugt, k\u00f6nnte dies als Missbrauch der Marktmacht ausgelegt werden. Apple bestreitet dies: Die \u00c4nderungen dienten ausschliesslich dazu, die Privatsph\u00e4re der Nutzer zu sch\u00fctzen. Das eigene Werbenetzwerk sei von den Einschr\u00e4nkungen lediglich deshalb nicht betroffen, weil hier keine Daten mit Drittquellen ausgetauscht werden.\u00a0(Quelle: https:\/\/irights.info\/artikel\/kampf-um-die-cookies-teil-2-wie-sich-die-tracking-industrie-entwickelt\/30270)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Mit den neuen Regelungen sowohl seitens Google als auch Apple wird es f\u00fcr die Werbetreiber immer schwieriger, gezielte Werbung auszuspielen. Die Abschaffung der Third-Party-<a href=\"https:\/\/t3n.de\/tag\/cookies\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cookies<\/a>\u00a0als Mittel zur personalisierten Ausspielung von Werbung r\u00fcckt immer n\u00e4her \u2013 forciert einerseits durch die Browserhersteller, die f\u00fcr deren Auslaufen aus technischer Sicht sorgen, andererseits aber auch durch die EU-Gesetzgebung, die dank der E-Privacy-Verordnung deutlich mehr Klicks auf Cookie-Hinweise mit sich bringt. Die Folgen sind nicht nur gravierende Einbussen bei der gezielten Zuordnung von Targeting-Werbung, sondern auch weniger Effizienz bei der Kampagnenausspielung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Neue M\u00f6glichkeiten<\/h1>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Einen Vorteil vom Wegfall von Third-Party-Cookies ist sicherlich, dass die Bedeutung von First-Party-Daten zunehmen wird. Alternativen zum klassischen Third-Party-Cookie gibt es reichlich \u2013 und auch Google als grosses Werbenetzwerk arbeitet schon seit l\u00e4ngerer Zeit an passenden L\u00f6sungen f\u00fcr die neue Herausforderung. Mit der Privacy Sandbox hat Google schon einige L\u00f6sungsans\u00e4tze erprobt, um performancebasierte Ads auf andere Weise zu realisieren als bislang. Da ist einerseits die Trust-Token-API, die daf\u00fcr Sorge tragen soll, dass Werbetreibende und Agenturen zweifelsfrei unterscheiden k\u00f6nnen, ob ein User aus Fleisch und Blut oder ein Bot auf ein Banner geklickt hat. Gez\u00e4hlt und bezahlt werden sollen ja nur tats\u00e4chliche Werbeauslieferungen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Besonders wichtig k\u00f6nnte diese Unterscheidung n\u00e4mlich aufgrund einer zweiten Technologie werden, die Google gerade\u00a0ausf\u00fchrlich erprobt: Das\u00a0\u201eFederated Learning of Cohorts\u201d (FLoC)\u00a0soll dazu dienen, grosse Gruppen von Menschen in Clustern zusammenzufassen und aus den Gruppeneigenschaften Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Der Ansatz l\u00e4sst Einzelpersonen effektiv \u201ein der Menge\u201c verschwinden und nutzt die ger\u00e4teinterne Verarbeitung, um deren Browserverlauf zu sch\u00fctzen.\u00a0(Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/floc-technik-google-third-party-cookies-werbung-personalisiert-targeting-1352751\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t3n.de\/news\/floc-technik-google-third-party-cookies-werbung-personalisiert-targeting-1352751\/<\/a>)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Trend hin zu D2C<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Eine weitere Option besteht darin, Profile von Kunden direkt zu sammeln und mit weiteren Attributen zu erg\u00e4nzen. Desto besser dies gelingt, umso mehr kann auf personalisierte und damit relevante Kommunikation gesetzt werden.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-759\" src=\"https:\/\/dialogify.io\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/image.png\" alt=\"\" \/><\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Herausforderung<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Hersteller und Marken sind also gefordert, direkte Br\u00fccken von der physischen Welt zur digitalen Kundenbeziehung zu bauen und stetig weitere Kundendaten zu erheben. Damit lassen sich\u00a0\u00a0auch wertvolle Insight generieren den und Kontext in Erg\u00e4nzung zum digitalen User-Verhalten zu erkennen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Datensammlung mit Conversational Marketing von DiALOGiFY&#8217;s Dialog Automation<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Es gilt, an den verschiedenen Kontaktpunkten (Touchpoints) entlang der User-Journey M\u00f6glichkeiten zu nutzen, mit Konsumenten in Kontakt zu treten. Dies gilt sowohl im digitalen Bereich (Webseite, Social Media, Email) als auch in der physischen Welt (Produkt, Werbung, POS)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Hier kann DiALOGiFY mit der Dialog-Automation auf der Webseite unterst\u00fctzend wirken. Dies funktioniert mit dem normalen Chat-Dialog, erg\u00e4nzt mit Gamifications-Elementen, um die Konversationen erst zu starten und unterhaltsam zu gestalten. Dabei k\u00f6nnen die pers\u00f6nlichen Daten (Name, E-Mail-Adresse und Alter) abgeholt und nach den GDPR-Richtlinien abgespeichert werden.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>DiALOGiFY bietet KI-gest\u00fctzte Dienstleistungen im automatisierten Dialogmarketing an, welche ideal bestehende CRM-Systeme erg\u00e4nzen und als Baustein zus\u00e4tzliche Daten aggregieren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pers\u00f6nlicher und relevanter, perfekt auf den Smartphone-Bildschirm abgestimmt<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Automatisierte Chat-Dialoge sind die perfekte Antwort auf die im Vergleich mit den Desktops kleinen Bildschirme\u00a0 und bauen auf dem Smartphone als st\u00e4ndigen Begleiter. Studien zeigen, dass \u00fcber 80% der privaten Webbesuche auf diesem Medium erfolgen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die gezielte Steuerung der Chat-Dialoge an verschiedensten Touchpoints entlang der Kundenreise er\u00f6ffnet einzigartige M\u00f6glichkeiten. Die Kraft der Dialoge in der Kundenkommunikation liegt in der als nat\u00fcrliche Unterhaltung wahrgenommen und durch den User selbstbestimmten Pfad zu den Inhalten. Dazu kommen Mehrwerte f\u00fcr die Werbetreibenden wie z.B. Gewinnung von Profilen und Attributen, Kommunikation von personalisierten und dadurch relevanteren Inhalten. Ebenso vereinfacht es das Sammeln von\u00a0\u00a0wertvollen Insights und Erkenntnissen im Kontext zum Verhalten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Image by\u00a0<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/users\/tumisu-148124\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4803408\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tumisu<\/a>\u00a0from\u00a0<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4803408\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pixabay<\/a>\u00a0<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Andreas Battistel Seit Jahren wird dar\u00fcber gestritten, ob Cookies f\u00fcr die Verbraucherin und Verbraucher ein Segen oder Fluch sind. Die Werbetreibenden k\u00f6nnen dank Cookies den Webseitenbesucher \u00fcber verschiedene Seiten hinweg massgeschneiderte Werbung einspielen lassen. Dasselbe funktioniert \u00fcber den Social Media Newsfeed. 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